Bericht über die Hochwasserkatastrophe in unserem Gemeindegebiet

12.August 2002 ca. 14:15  ertönt die Feuerwehrsirene in Saida. Einsatzziel. Feuerwehrgerätehaus Kreischa. In diesem Augenblick ahnte kein Mensch dass, das schwersten Hochwasser, welches je in unserer Gemeinde verzeichnet wurde, droht. Die Bachläufe des Lockwitzbaches überstiegen bereits leicht das Ufer. Der Weißeritzkreis rief Katastrophenalarm aus. Am Gerätehaus Kreischa fand nun die Einweisung statt. Ca 14:45 waren wir im Ortsteil Gombsen wo die Feuerlöschteiche bereits überflutet waren und schon durch die Gärten der umliegenden Wohnhäuser abflossen. Den gesamten Nachmittag waren wir beschäftigt Sandsäcke zu stapeln und Keller auszupumpen. Der Lockwitzbach stieg unaufhörlich. An der Brücke in der Nähe der Hummelmühle staute sich bereits das Wasser und lief nun über die Dresdener Str. ab. Um 19:00, als immer noch keine Besserung in Sicht war, begannen wir mit den ersten Evakuierungen. Später wurde noch die erste Etage der Bavaria Klinik evakuiert und 23:00 einige Einwohner von Lungkwitz. Mittlerweile befanden sich ca. 240 Einwohner in der Mittelschule Kreischa. Am nächsten Morgen ließen die Fluten endlich nach. Wir begannen mit dem Keller der Bavaria Klinik der bis zu 3m mit Wasser voll lief. Andere Kameraden waren im gesamten Gemeindegebiet tätig. Dann begann das Beseitigen der Flutschäden, welche sich bis Freitag um 13:00 hinzogen. Sonnabend morgen boten einige Kameraden ihre Hilfe in Mühlbach im Müglitztal an.

 
Spitzbergstrasse in Lungkwitz bereits
überflutet
 
Dippoldiswalder Strasse in Lungkwitz
   
        Das Verwaltungsgebäude der Klinik Bavaria, jede Menge Unrat verhindert das Abfließen

Durch verfangene Baumstämme staute sich dasWasser an der Brücke an und suchte sich
den Weg um die Hummelmühle

Nicht nur wir waren richtig geschafft, sondern auch unserer guter "Ello" mit einer gebrochene Radaufhängung.